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Schadensanalyse an Explantaten


Die Orthopädische Universitätsklinik führt viele komplexe Revisions- und Wechseloperationen nach Komplikationen (Implantatlockerung, Knochenfrakturen, Abrieb, Luxationen und Prothesenbrüche) durch. Die dabei explantierten Prothesenkomponenten werden sterilisiert, gesammelt und mit Informationen über die Verweildauer im Körper sowie über die Ursache der Wechseloperation versehen. Diese “gebrauchten" Prothesen werden im Biomechaniklabor strukturiert unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht. Ziel dabei ist es, potentielle Schwachstellen oder Versagensmuster einzelner Prothesentypen frühzeitig zu erkennen.


 


Anfang 1996 wurde damit begonnen, ein Endoprothesen-Register zu etablieren. Neben den klinischen und radiologischen Daten aller Primärimplantationen und Revisionen von Knie- und Hüftendoprothesen werden auch patientenbezogenen Daten, wie die Patientenzufriedenheit, eine ausführliche Schmerzanamnese, Gewicht, Körpergröße, die Gehleistung und Alltagstauglichkeit standardisiert und prospektiv erfasst. In der Kombination aus Register und Labor besteht ein effektives System zur klinischen und wissenschaftlichen Datenerhebung mit großem Nutzen für die Weiterentwicklung der Endoprothetik.




                                          Klinische Befunde, z.B. Bewegungsumfang, Funktion
                                          Befunde zu vergangenen OPs
                                          Radiologische Befunde nach Kriterien von Gruen et al., DeLee, Brooker
                                          Komplikationen
 
 
  
Primärstabilität
 
   Verschleiß der Hüfte
 
   Verschleiß des Knies
 
   Abriebmessungen
 
       Gravimetrie
 
       Koordinatenmessung
 
   Dauerfestigkeit
 
   Kinematik und Navigation
 
   Schadensanalyse
 
   Qualitative Begutachtung
 
  
Ionenanalyse (hr-ICPMS)
 
   Fretting an Hüftimplantaten