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Verschleißuntersuchung an Knieimplantaten


Um Abriebuntersuchungen bei Knieendoprothesen durchzuführen, steht dem Labor ein modifizierter Kniesimulator der Firma AMTI zur Verfügung. Dieses servo-hydraulischen System verfügt über zwei Bänke mit jeweils drei aktiven Stationen und einer Referenzstationen. Jede Bank kann separat angesteuert und mit unterschiedlichen Parametern betrieben werden. Das System ist mit vier aktiven Freiheitsgraden in der Lage Bewegungs- und Laufmuster des Kniegelenkes zu simulieren. Es ist möglich eine axiale Last von bis zu 4,5kN, eine Flexion/Extension von 100°-0°-100°, eine Innen/Außen Rotation bis zu 10°-0°-10° und eine Anterior/Posterior Translation von ±25 mm zu erzeugen. Das System kann bis zu einer Frequenz von 2Hz gefahren werden. Für eine Abriebuntersuchungen an Implantaten wird in der Regel nach ISO 14243-1 vorgegangen, es können aber auch andere Bewegungsmuster simuliert werden.



Die Simulation findet in einem geschlossenen Kreislaufsystem statt, in dem die Implantate von einem Umgebungsmedium, welches auf 37°C temperiert wird, umspült werden. Das Umgebungsmedium besteht aus verdünntem Kälberserum mit antibakteriellen Zusätzen. In der Regel wird nach Erreichen von jeweils 500.000 Zyklen das Umgebungsmedium ausgetauscht. Das System kann demontiert und die Komponenten gravimetrisch, mit Hilfe einer CMM oder mit dem hr- ICPMS- Verfahren auf Abrieb untersucht werden. Die Untersuchung endet in der Regel nach 5 Mio. Zyklen, was einer in- vivo- Verweildauer von ca. 3 Jahren entspricht.

 
 
  
Primärstabilität
 
   Verschleiß der Hüfte
 
   Verschleiß des Knies
 
   Abriebmessungen
 
       Gravimetrie
 
       Koordinatenmessung
 
   Dauerfestigkeit
 
   Kinematik und Navigation
 
   Schadensanalyse
 
   Qualitative Begutachtung
 
  
Ionenanalyse (hr-ICPMS)
 
   Fretting an Hüftimplantaten